
Herzwürmer, Leishmaniose, Borreliose: Was steckt dahinter?
Herzwürmer, Leishmaniose und Borreliose sind Erkrankungen, die Hunde in der Schweiz zunehmend betreffen, sei es nach einem Urlaub im Mittelmeerraum, durch den Kontakt mit Zecken im eigenen Wald oder über ein Tier, das aus dem Ausland adoptiert wurde. Allen drei gemeinsam ist, dass sie im Frühstadium oft keine eindeutigen Anzeichen zeigen und deshalb leicht übersehen werden.

Herzwürmer (Dirofilariose)
Herzwürmer (Dirofilaria immitis) sind fadenförmige Parasiten, die in den Lungenarterien und im rechten Herzen von Hunden leben. Sie werden ausschliesslich durch den Stich infizierter Stechmücken übertragen und sind vor allem in Süd und Südosteuropa, Nordafrika sowie Teilen Amerikas und Asiens verbreitet. Durch Reisen und den Import von Hunden wird die Erkrankung auch in der Schweiz zunehmend diagnostiziert.
Gut zu wissen
Herzwürmer werden nicht durch direkten Tierkontakt übertragen, sondern ausschliesslich durch den Stich infizierter Stechmücken. Ein Auslandsaufenthalt in einem Endemiegebiet erhöht deshalb das Risiko, weil dort deutlich mehr infizierte Mücken vorkommen. Bis adulte Würmer nachweisbar sind, können rund sechs Monate vergehen. Eine Reiseberatung vor dem Urlaub und ein Test nach der Rückkehr helfen, den Überblick zu behalten.
Herzwürmer werden nicht durch direkten Tierkontakt übertragen, sondern ausschliesslich durch den Stich infizierter Stechmücken. Ein Auslandsaufenthalt in einem Endemiegebiet erhöht deshalb das Risiko, weil dort deutlich mehr infizierte Mücken vorkommen. Bis adulte Würmer nachweisbar sind, können rund sechs Monate vergehen. Eine Reiseberatung vor dem Urlaub und ein Test nach der Rückkehr helfen, den Überblick zu behalten.
Symptome
Im Frühstadium verläuft die Infektion meist ohne sichtbare Beschwerden. Mit zunehmender Wurmbelastung können Belastungsintoleranz, anhaltender Husten und Atembeschwerden auftreten. Im fortgeschrittenen Stadium sind Gewichtsverlust und Herzinsuffizienz möglich.
Im Frühstadium verläuft die Infektion meist ohne sichtbare Beschwerden. Mit zunehmender Wurmbelastung können Belastungsintoleranz, anhaltender Husten und Atembeschwerden auftreten. Im fortgeschrittenen Stadium sind Gewichtsverlust und Herzinsuffizienz möglich.
Diagnose
Der zuverlässigste Nachweis erfolgt über einen Antigentest aus dem Blut. Ergänzend können ein Mikrofilarientest sowie bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall) den Schweregrad einschätzen helfen.
Der zuverlässigste Nachweis erfolgt über einen Antigentest aus dem Blut. Ergänzend können ein Mikrofilarientest sowie bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall) den Schweregrad einschätzen helfen.
Therapie und Prognose
Die Behandlung erfolgt schrittweise mit antiparasitären Wirkstoffen über mehrere Wochen. Strikte körperliche Schonung während der Therapie ist entscheidend. Wird die Infektion frühzeitig erkannt, ist die Prognose in vielen Fällen gut.
Die Behandlung erfolgt schrittweise mit antiparasitären Wirkstoffen über mehrere Wochen. Strikte körperliche Schonung während der Therapie ist entscheidend. Wird die Infektion frühzeitig erkannt, ist die Prognose in vielen Fällen gut.

Leishmaniose (Leishmania infantum)
Leishmaniose wird durch einzellige Parasiten (Leishmanien) verursacht und über den Stich weiblicher Sandmücken übertragen, die vor allem in den Abend und Nachtstunden aktiv sind. Das Hauptverbreitungsgebiet umfasst den Mittelmeerraum sowie Teile Südamerikas und Asiens. Da der Hund als wichtigstes Reservoir gilt, ist Leishmaniose auch eine Zoonose, die auf Menschen übertragen werden kann.
Gut zu wissen
Die Inkubationszeit beim Hund kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren reichen. Ein Hund, der aus dem Ausland mitgebracht wurde oder im Mittelmeerraum war, kann die Erkrankung lange ohne sichtbare Anzeichen tragen. Ein Screening nach Aufenthalten in Endemiegebieten hilft, eine stille Infektion frühzeitig zu erkennen.
Die Inkubationszeit beim Hund kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren reichen. Ein Hund, der aus dem Ausland mitgebracht wurde oder im Mittelmeerraum war, kann die Erkrankung lange ohne sichtbare Anzeichen tragen. Ein Screening nach Aufenthalten in Endemiegebieten hilft, eine stille Infektion frühzeitig zu erkennen.
Symptome
Die Erkrankung zeigt sich sehr unterschiedlich. Typische Anzeichen sind Hautveränderungen (Schuppen, Haarverlust, Krusten im Gesichtsbereich), vergrösserte Lymphknoten, Gewichtsverlust und Nagelwachstumsstörungen. Im fortgeschrittenen Stadium kann eine Nierenbeteiligung auftreten.
Die Erkrankung zeigt sich sehr unterschiedlich. Typische Anzeichen sind Hautveränderungen (Schuppen, Haarverlust, Krusten im Gesichtsbereich), vergrösserte Lymphknoten, Gewichtsverlust und Nagelwachstumsstörungen. Im fortgeschrittenen Stadium kann eine Nierenbeteiligung auftreten.
Diagnose
Der Nachweis erfolgt über einen Antikörpertest im Blut, ergänzt durch eine PCR bei Bedarf. Blut und Urinwerte geben Aufschluss über eine mögliche Organbeteiligung und sind auch für die Verlaufskontrolle wichtig.
Der Nachweis erfolgt über einen Antikörpertest im Blut, ergänzt durch eine PCR bei Bedarf. Blut und Urinwerte geben Aufschluss über eine mögliche Organbeteiligung und sind auch für die Verlaufskontrolle wichtig.
Therapie und Prognose
Eine vollständige Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich. Ziel der Behandlung ist die Kontrolle der Erkrankung und der Erhalt der Lebensqualität. Regelmässige Kontrolluntersuchungen sind ein wichtiger Teil der Langzeitbetreuung. Mit einer geeigneten Therapie können viele Hunde ein gutes Leben mit Leishmaniose führen.
Eine vollständige Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich. Ziel der Behandlung ist die Kontrolle der Erkrankung und der Erhalt der Lebensqualität. Regelmässige Kontrolluntersuchungen sind ein wichtiger Teil der Langzeitbetreuung. Mit einer geeigneten Therapie können viele Hunde ein gutes Leben mit Leishmaniose führen.

Borreliose (Lyme-Borreliose)
Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Borrelia burgdorferi verursacht und durch infizierte Zecken übertragen wird. In der Schweiz ist vor allem der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) der Überträger. Da der Erreger erst nach mehreren Stunden übertragen wird, kann das zeitnahe Entfernen von Zecken das Risiko verringern. Borreliose kann Hunde, Menschen und andere Säugetiere betreffen.
Gut zu wissen
Hunde entwickeln häufig Antikörper gegen Borrelien, ohne klinisch zu erkranken. Ein positiver Bluttest bedeutet daher nicht zwingend eine behandlungsbedürftige Erkrankung. TierärztInnen beurteilen den Befund immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild des Tieres.
Hunde entwickeln häufig Antikörper gegen Borrelien, ohne klinisch zu erkranken. Ein positiver Bluttest bedeutet daher nicht zwingend eine behandlungsbedürftige Erkrankung. TierärztInnen beurteilen den Befund immer im Zusammenhang mit dem klinischen Bild des Tieres.
Symptome
Viele infizierte Hunde zeigen keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, äussern sie sich häufig als wandernde Lahmheit, geschwollene Gelenke, Fieber und Abgeschlagenheit. Seltener ist eine Nierenbeteiligung, die sich mit Trinkvermehrung, Erbrechen und Gewichtsverlust zeigen kann.
Viele infizierte Hunde zeigen keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, äussern sie sich häufig als wandernde Lahmheit, geschwollene Gelenke, Fieber und Abgeschlagenheit. Seltener ist eine Nierenbeteiligung, die sich mit Trinkvermehrung, Erbrechen und Gewichtsverlust zeigen kann.
Diagnose
Der Nachweis erfolgt über einen Antikörpertest im Blut. Da Antikörper erst Wochen nach dem Zeckenbiss messbar sind, kann ein früh durchgeführter Test noch negativ ausfallen. Bei Verdacht auf Nierenbeteiligung sind Blut und Urinwerte wichtig für die Beurteilung.
Der Nachweis erfolgt über einen Antikörpertest im Blut. Da Antikörper erst Wochen nach dem Zeckenbiss messbar sind, kann ein früh durchgeführter Test noch negativ ausfallen. Bei Verdacht auf Nierenbeteiligung sind Blut und Urinwerte wichtig für die Beurteilung.
Therapie und Prognose
Bei klinischen Symptomen wird Borreliose mit Antibiotika behandelt, in der Regel über mehrere Wochen. Eine frühzeitige Behandlung spricht in der Regel gut an. Antikörper können auch nach erfolgreicher Therapie noch lange im Blut nachweisbar bleiben.
Bei klinischen Symptomen wird Borreliose mit Antibiotika behandelt, in der Regel über mehrere Wochen. Eine frühzeitige Behandlung spricht in der Regel gut an. Antikörper können auch nach erfolgreicher Therapie noch lange im Blut nachweisbar bleiben.
Sind diese Krankheiten relevant für meinen Hund und mich?
Die Frage, welche Erkrankungen für Ihren Hund konkret relevant sind, hängt von vielen Faktoren ab: Wo lebt er, wohin reisen Sie, woher kommt er? Nicht sicher, was für Ihren Hund relevant ist? Wir nehmen uns Zeit für eine individuelle Einschätzung.