
Ektoparasiten: Zecken, Flöhe & Milben
Ihr Hund kratzt sich ständig? Ihre Katze schüttelt den Kopf? Oder Sie haben nach dem Spaziergang eine Zecke entdeckt?
Ektoparasiten leben auf der Haut oder im Fell. Sie sind lästig, können Krankheiten übertragen und vermehren sich oft schneller, als man denkt. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten.
Ektoparasiten leben auf der Haut oder im Fell. Sie sind lästig, können Krankheiten übertragen und vermehren sich oft schneller, als man denkt. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten.

Zecken: Blutsauger mit Risiko
Zecken lauern im Gras und in Büschen, vor allem an Waldrändern und auf Wiesen. Sie warten auf Knie- bis Hüfthöhe und streifen sich beim Vorbeigehen an Fell oder Kleidung ab. Schon ab etwa 7 Grad werden sie aktiv, auch an milden Wintertagen.
Warum Zecken beim Hund ernst genommen werden sollten
Zecken können Krankheiten wie Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Borreliose übertragen. Deshalb ist es wichtig, Ihr Tier nach Spaziergängen abzusuchen und Zecken schnell zu entfernen.
Zecken können Krankheiten wie Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Borreliose übertragen. Deshalb ist es wichtig, Ihr Tier nach Spaziergängen abzusuchen und Zecken schnell zu entfernen.
Zecke entdeckt? So entfernen Sie sie richtig:
- Mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte direkt an der Haut fassen
- Langsam und gerade herausziehen, nicht quetschen oder drehen
- Stelle danach einige Tage beobachten
- Eine leichte Rötung ist normal. Bei Schwellung, Fieber oder Appetitlosigkeit: ab in die Praxis

Flöhe: Zähe Plagegeister
Flöhe sind häufiger als viele denken und im Gegensatz zu Zecken das ganze Jahr über aktiv. Eingeschleppt über den Balkon oder Terrasse, können selbst reine Wohnungskatzen betroffen sein.
Nur etwa 5% des Flohbefalls sitzt auf dem Tier. Der Rest (Eier, Larven, Puppen) verteilt sich in der Wohnung: in Teppichen, Sofas, Körbchen. Ein einziger Floh legt täglich bis zu 50 Eier.
Flohtest für zuhause:
Sie sind unsicher, ob es Flöhe sind? So finden Sie es heraus:
- Kämmen Sie Ihr Tier mit einem Flohkamm über einem weissen Tuch
- Finden Sie kleine schwarze Krümel?
- Befeuchten Sie diese und verstreichen Sie sie mit dem Finger
- Färben sie sich rötlich? Dann ist es Flohkot.
Bei Flohbefall gilt:
Nicht nur das Tier behandeln. Auch Partnertiere müssen behandelt und die Umgebung gründlich gereinigt werden: regelmässig staubsaugen und Staubsaugerbeutel entfernen, Decken und Kissen bei 60 Grad waschen, bei Hunden auch das Auto nicht vergessen. Wir beraten Sie gern, wie Sie einen Befall in den Griff bekommen.

Milben: Juckreiz, Kopfschütteln, kahle Stellen
Milben sind winzig und mit blossem Auge oft kaum sichtbar. Je nach Art befallen sie unterschiedliche Körperstellen und verursachen teils starken Juckreiz.
Die häufigsten Milbenarten:
Grasmilben: Kleine rot-orangene Pünktchen, vor allem an Pfoten und Bauch. Die Larven leben auf Wiesen und sind besonders im Frühling und Herbst aktiv. Nach Spaziergängen im Gras lohnt sich ein Blick auf Pfoten und Bauch.
Ohrmilben: Besonders bei jungen Katzen häufig. Sie leben im Gehörgang und verursachen dunkle, krümelige Beläge im Ohr. Typische Anzeichen: häufiges Kopfschütteln oder Kratzen an den Ohren.
Grabmilben/Sarkoptes (Räude): Graben sich durch die oberste Hautschicht und verursachen starken Juckreiz mit Hautkrusten. Sie sind hoch ansteckend.
Demodex Milben: Leben in den Haarwurzeln. In geringer Zahl normal, können sie sich bei Jungtieren oder immungeschwächten Tieren vermehren und zu Haarausfall führen.
Welcher Schutz passt zu Ihrem Tier?
Welches Präparat, welche Applikationsart und welche Wirkstoffe für Ihren Hund oder Ihre Katze am geeignetsten sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa von Art und Alter des Tieres, Gefährdung, der Familiensituation oder auch von einem geplanten Reiseziel. Antiparasitika gibt es als Spot on, Halsbänder oder Tabletten. Wir beraten Sie gern in Ihrer VetTrust Praxis.