Mit dem Hund verreisen? Impfen Sie Ihren Hund vorzeitig!

12 Jun 2020

geschrieben von: VetTrust AG


Sandmücken kommen in vielen Gebieten Südeuropas vor. Regionen, die an den Mittelmeerraum grenzen, gelten als besondere Risikogebiete für Hunde. Vereinzelt ist die Leishmaniose auch in nördlichen Gebieten wie Deutschland oder Holland nachgewiesen worden. Nach der Infektion kann es Monate bis Jahre dauern, bis die Krankheit ausbricht. Typische Symptome sind Haut- und Haarkleidveränderungen wie Haarverlust, Krusten und Schuppen. Die Veränderungen beginnen häufig im Bereich der Nase, der Ohren und um die Augen. Daneben können Gelenks- und Augenentzündungen und Schädigungen der Nieren und anderer innerer Organe auftreten.

Betroffene Hunde bleiben meist lebenslang infiziert, da die medikamentöse Therapie die Symptome zwar kontrolliert, jedoch nicht zur Heilung führt. Im Mittelmeerraum sind bereits über 2,5 Millionen Hunde mit diesem Parasiten infiziert.

Impfung gegen die Leishmaniose

Wenn Sie mit Ihrem Hund in den Süden reisen, besteht die Gefahr, dass er sich mit Leishmanien infiziert. Schützen Sie Ihren Hund mit einer Impfung; seit 2012 ist ein entsprechender Impfstoff erhältlich. Planen Sie rechtzeitig, bevor Sie mit Ihrem Hund in den Süden fahren, denn die Erstimpfung sollte mindestens 10 Wochen vor der Abreise erfolgen.

Reisekrankheiten des Hundes

Die im Zusammenhang mit Ektoparasitenschutz interessierenden Reisekrankheiten sind Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose, Leishmaniose und Dirofilariose (Herzwurmerkrankung). Es sind schwere innere Erkrankungen, die durch Zecken und Insekten übertragen werden und deshalb durch einen konsequenten Schutz gegen Ektoparasiten weitgehend vermieden werden können. Babesiose, Ehrlichiose und Anaplasmose werden durch Zecken übertragen, Leishmaniose durch den Stich der Schmetterlings- oder Sandmücke und der Herzwurm durch infizierte Stechmücken.

Babesiose ist wegen der Klimaerwärmung mittlerweile in der Schweiz in mehreren Gegenden heimisch, Leishmaniose und Dirofilariose rund um das Mittelmeer. Herzwürmer sind auch im Tessin eine Gefährdung für Hunde. Bei der Prophylaxe ist darauf zu achten, dass Produkte eingesetzt werden, die sowohl gegen Zecken als auch gegen die übertragenden Mückenarten wirksam sind. Im Falle der Babesiose und der Leishmaniose ist zusätzlich zum äusserlichen Schutz eine Impfung möglich. Gegen Herzwurmbefall kann eine vorsorgliche Therapie mit einem Medikament bis einen Monat nach einer möglichen Infektion gemacht werden, um die Larven einer allfälligen Herzwurminfektion trotz äusserlicher Prophylaxe abzutöten. Wichtigster Bestandteil bleibt aber in allen Fällen die äusserliche Vorbeugung gegen die Überträger in Form eines Spoton-Präparates oder eines Halsbandes.


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