Zahnmedizin für Ihr Haustier

Auch ein intaktes Gebiss gehört zur Gesundheit Ihres Haustieres. Und genau so wie wir können auch Nager oder andere Vierbeiner unter Zahnproblemen leiden. Dazu gehören Zahnbelag und Zahnstein, Parodontose und Karies ebenso wie Zahnfehlstände oder abgebrochene Zähne bei Ihrem Hund oder Ihre Katze. Deshalb sind auch Ihr Hund oder Ihre Katze auf eine gute Zahn- und Mundhygiene angewiesen, damit Zähne und Zahnfleisch gesund und erhalten bleiben.

Zahnmedizin

VetTrust After Hour Care


Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen in Ihrer Kleintierpraxis helfen, Erkrankungen und Probleme bereits in einem frühen Stadium zu erkennen und rechtzeitig eine adäquate Behandlung einzuleiten. Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt bei VetTrust steht Ihnen gerne auch prophylaktisch zur Seite.

Mit einem Zahnröntgengeräte erkennt man präzise und schnell Veränderungen im Zahnbereich. Unsere Tierärzte und Tierärztinnen setzen sie ein, um Zahn- und Kiefererkrankungen lückenlos digital zu erfassen. Aber nicht alle VetTrust Kleintierpraxen verfügen über ein Zahnröntgengerät.

Häufige Fragen an unsere Tierärzte

Was passiert bei der Zahnkontrolle für Haustiere?

Die jährliche Kontrolle legt die Zahngesundheit Ihres Tieres offen. Bei Auffälligkeiten empfiehlt sich eine genaue Untersuchung unter Narkose. Vorwiegend wird diese Art der Zahnuntersuchung bei Haustieren wie Hunde und Katzen gemacht, die diese Zahnuntersuchung nicht gerne und ruhig über sich ergehen lassen. Damit verbundene Risiken lassen sich auch bei älteren Haustieren so auf ein Minimum reduzieren, wenn man eine eingehende Vorabuntersuchung vornimmt, modernen Narkosetechniken einsetzt und das Tier während der gesamten Untersuchung gut überwacht.

Liegt das Tier im Schlaf, reinigen und untersuchen wir die Zähne. In vielen Fällen ist es hilfreich, auch ein Röntgenbild in Ruhelage des Tieres zu erstellen. Danach bespricht Ihr Tierarzt oder Ihre Tierärztin von VetTrust mit Ihnen, welche weiteren Behandlungen notwendig sind.

Woran erkenne ich Zahnprobleme bei meinem Haustier?

Oft entstehen oder verschlimmern sich Zahnprobleme auch bei einem Haustier wie einem Hund oder einer Katze schleichend. Schmerzen treten langsam und allmählich zunehmendem auf, darum erkennt man ihre Symptome nicht immer. Der Überlebenstrieb eines Tieres ist meist stärker als sein Verlangen, dem Schmerz auszuweichen. Daher fressen auch Haustiere, die unter starken Zahnschmerzen leiden. Schaut man aber genau, zeigen sich Verhaltensänderungen, die auf mögliche Zahnschmerzen hinweisen:

  • Das Tier zieht sich zurück oder lässt sich weniger streicheln.

  • Es zeigt Aggressionen, besonders bei Berührungen.

  • Sein Spielverhalten verändert sich.

  • Es putzt sich weniger oft.

  • Man erkennt Speichelfluss.

  • Sein Fressverhalten verändert sich.

  • Es bevorzugt weicheres Futter, kaut einseitig oder schmatzt beim Fressen.

  • Es knirscht mit den Zähnen.

  • Seine Zunge hängt aus dem Maul.

Wann genau Schmerzen einsetzen, ist schwierig zu erkennen – auch für Ihren Tierarzt oder Ihre Tierärztin. Verschwinden die Symptome, sehen das Tierhalterinnen und Tierhalter sofort und berichten: «Meine Katze spielt wieder viel mehr». Oder: «Mein Hund tollt wieder herum, wie ein junger Welpen!».

Kann ich Zahnproblemen von Haustieren vorbeugen?

Jeder Tierhalter und jede Tierhalterin sollte regelmässig einen Blick ins Maul des Tieres werfen und sich folgende Fragen stellen:

  • Hat das Tier Mundgeruch? Sind seine Zähne sauber oder sieht man Zahnstein oder Verfärbungen?

  • Ist das Zahnfleisch entzündet?

  • Gibt es abgebrochene oder beschädigte Zähne?

  • Ist die Oberfläche der Mundschleimhaut oder des Zahnfleischs verändert?

  • Sind Unregelmässigkeiten oder Wucherungen zu sehen?

Welche Auswirkungen haben unbehandelte Zahnprobleme?

Unbehandelte Zahnerkrankungen führen zu chronischen bakteriellen Infektionen und Entzündungen des Zahnfleisches oder des Zahnhalteapparates.

Bakterien aus dem Maulbereich, insbesondere aus der Tiefe des Zahnhalteapparates, können über den Kreislauf in andere Organe wie Herz oder Nieren streuen und dort Erkrankungen auslösen. Zudem ist das Immunsystem durch den kontinuierlichen Kampf gegen die Bakterienflut im Dauerstress und kann seine Aufgabe, den Organismus zu schützen, nicht mehr genügend wahrnehmen. Durch die Unterdrückung einer schützenden Immunantwort, steigt die Krankheitsanfälligkeit stark an.

Warum haben Hunde kaum Karies?

Karies kommt beim Hund (3%) ungleich seltener vor als beim Menschen (99%). Das ist einerseits bedingt durch die unterschiedlichen Essgewohnheiten – Hunde nehmen in der Regel bedeutend weniger Kohlenhydrate zu sich als Menschen – und andererseits durch die anatomischen Differenzen. Hunde haben ein Raubtiergebiss: die Zähne greifen ineinander und haben viel weniger Kauflächen, in denen sich Futterreste festsetzen können, als Menschenzähne.

Wie entsteht Zahnstein bei meinem Haustier?

Auf den Zähnen bildet sich kontinuierlich eine «Dentale Plaque» genannte Schleimschicht, die aus Speichel, Futterresten und Bakterien besteht. Durch die Einlagerung von Mineralstoffen aus dem Speichel bildet sich aus der weichen Plaque harter, verkalkter Zahnstein, der eine weisslich-gelbliche, mit der Zeit auch bräunliche Farbe aufweisen kann. Im Zahnstein lagern sich Fäulnisbakterien ein. Diese erzeugen üblen Mundgeruch und führen zur Entzündung des Zahnfleisches.

Wichtig zu wissen für Hundebesitzer: Je gründlicher Plaque durch Zähne putzen entfernt wird, desto geringer ist das Risiko für Zahnstein.

Wie putze ich meinem Hund die Zähne?

Hunden kann man mit einer speziellen Fingerbürste, einer normalen oder einer elektrischen Zahnbürste die Zähne putzen (Anleitung siehe unten). Als Zahnpasta wird eine speziell aromatisierte Hundepaste verwendet. Um zu verhindern, dass sich Zahnstein bildet, muss einmal pro Tag geputzt werden.

Nur regelmässiges, tägliches Zähneputzen zeigt Wirkung! Dabei gibt es zwei Herausforderungen:

  • Einfach: Wie bringe ich den Hund dazu, dass das tägliche Zähneputzen für ihn unentbehrlich wird?

    1. «Schrubben» Sie die Zähne nicht gleich beim ersten Mal: Sie erschrecken Ihren Hund.

    2. Bringen Sie Ihren Hund dazu, das Zähneputzen als eine tolle Sache zu sehen. Dazu üben Sie zuerst den Zahnpasta-Kontakt mit dem Finger, bei empfindlichen Hunden benützen Sie dazu einen Fingerling. Geht das gut, fangen Sie an, das Zahnfleisch mit dem Finger zu massieren. Erst danach beginnen Sie mit dem Putzen. Das kann mehrere Wochen dauern. Das Ziel ist: Der Hund erinnert Sie ans Zähneputzen!

  • Schwieriger: Wie bringe ich mich dazu, dem Hund täglich die Zähne zu putzen? Für den Tierhalter ist es eine Herausforderung, «bei der Stange» zu bleiben; die Anfangsbegeisterung lässt schnell nach. Hier ein paar Tipps und Tatsachen, die Sie hoffentlich zum Durchhalten motivieren:

    1. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Suchen Sie sich eine feste Tageszeit für das Zähneputzen, machen Sie daraus ein Ritual. Putzen Sie dem Hund abends die Zähne, wenn Sie nach Hause kommen und ihn begrüsst haben, oder dann, wenn Sie sich selber auch die Zähne putzen. Lassen Sie sich etwas einfallen, das zu Ihrem Tagesablauf passt.

    2. Denken Sie immer daran: Es ist zum Wohl Ihres Tiers. Sie können ihm die Zahnreinigungen unter Vollnarkosen ersparen.

    3. Rituale mit dem Hund festigen und vertiefen die Hund-Mensch-Beziehung. Sie erleichtern auch die Hundeerziehung. Viel Erfolg!

Gibt es Spezialfutter zur Reduzierung der Zahnsteinbildung?

Verschiedene Futteranbieter haben Spezialfutter im Sortiment, das die Bildung von Zahnstein verzögert. Wir machen gute Erfahrungen damit und beraten Sie gerne dabei, das richtige Futter für Ihr Tier zu finden.

Zur nächsten Tierarztpraxis ist es nur ein Katzensprung

Beliebtes Tierwissen

Tierisch viel Neues erfahren: Abonnieren Sie unseren Newsletter


Bleiben Sie jederzeit informiert. Wir lassen Sie regelmässig wissen, was die Welt der Haustiere bewegt und welche Neuheiten Sie bei VetTrust erwarten. Lesen Sie Wissenswertes, Praktisches, Hilfreiches und Überraschendes – mit viel Hintergrundwissen.

*Felder bitte ausfüllen. Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie auch unsere Datenschutzerklärung.

Diese Seite verwendet Cookies

Auf dieser Website verwenden wir Cookies, um das Nutzererlebnis zu verbessern. Mehr erfahren